„Fachhochschul-Forschung bietet sehr gute Qualifizierungschancen“
28. April 2008 -
Studie zeigt: BMBF-Förderung an Fachhochschulen baut wichtige Brücken zwischen Wissenschaft und Wirtschaft / Ministerium gibt 53 Millionen Euro
In den vergangenen fünf Jahren haben die Fachhochschulen ihre Stärken in der Forschung, im Wissens- und Technologietransfer mit Unternehmen und in der forschungsnahen Qualifizierung ihres Nachwuchses deutlich ausgebaut. Wesentlichen Anteil daran hatte die Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Zu diesem Ergebnis kommt eine Evaluationsstudie des Fraunhofer Instituts für System- und Innovationsforschung in Karlsruhe über die Wirksamkeit der BMBF-Förderung.
Bundesforschungsministerin Annette Schavan sagte dazu: „Die Fachhochschulen bauen wichtige
Übergänge zwischen anwendungsnahen Forschungsfeldern und wirtschaftlicher Verwertung. Hier spielt
die Kooperation mit Unternehmen eine zentrale Rolle.“ Zwischen 2004 und 2006 förderte das
Ministerium 255 Forschungs- und Entwicklungsprojekte an Fachhochschulen mit rund 53 Millionen Euro.
Schavan: „Wir sehen ein erhebliches Potenzial in der Forschung an Fachhochschulen. Deshalb haben
wir unsere Mittel dafür zwischen 2005 und diesem Jahr auf 30 Millionen Euro jährlich verdreifacht.“
Die BMBF-Förderung von Forschung an Fachhochschulen schuf in den 90er Jahren zunächst die
Basis für anwendungsnahe Forschung. In den jetzt evaluierten Projekten liegt der Schwerpunkt auf
der Verstärkung der FH-Forschung und auf der effektiven Vernetzung mit Partnern aus Wirtschaft und
Wissenschaft. Die Studie zeigt, dass der Stellenwert anwendungsnaher Forschung und Entwicklung für
die Fachhochschulen und ihre Partner in den letzten fünf Jahren insgesamt gewachsen ist. Dies wird
vor allem durch die hohe Mobilisierung von Forschungspartnern wie Unternehmen, Universitäten und
außeruniversitären Forschungseinrichtungen deutlich. So waren in den BMBF-geförderten Projekten
neben 150 wissenschaftlichen Partnern über 600 Unternehmen eingebunden, darunter 430 kleine und
mittlere Unternehmen. Die Mehrheit der beteiligten Firmen betrieben zwar selbst sehr intensiv
Forschung und Entwicklung, sahen aber in der Kooperation mit den Fachhochschulen wesentliche
Mehrwerte. Wichtigste Motive der Unternehmen für eine Kooperation waren: Der Zugang zu neuem
Wissen, die Erweiterung der eigenen Wissensbasis, die Nutzung der Kompetenzen der Partner, und die
Möglichkeit einer größeren Komplexität des Forschungs- und Entwicklungsvorhabens. Die Unternehmen
beteiligten sich dabei im Durchschnitt mit 83.000 Euro pro Projekt. Dabei handelte es sich
überwiegend um geldwerte Leistungen wie Personal, Maschinen und Geräte.
Auch bei der forschungsnahen Qualifizierung des Nachwuchses stellt die Studie den
BMBF-Projekten eine sehr gute Bilanz aus. An den bis zu drei Jahre dauernden Projekten arbeiteten
im Durchschnitt sechs Studierende, drei Absolventen und ein Promovend. Bundesforschungsministerin
Schavan hob den Aspekt der Qualifizierung besonders hervor: „Unsere Studierenden und Promovenden
erhalten durch die BMBF-Forschungsprojekte an Fachhochschulen sehr gute Ausbildungs- und
Qualifizierungsmöglichkeiten. Davon profitieren alle – die jungen Menschen ebenso wie die
Unternehmen, in denen sie später arbeiten.“
Den Text finden Sie ab sofort im Internet unter:
www.bmbf.de/pub/evaluation_fachhochschulen.pdf
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